Angebote für Palliative Care wurden in der ganzen Schweiz ausgebaut

Das Palliative-Care-Angebot wurde in der ganzen Schweiz im Laufe der vergangenen Jahren ausgebaut. Zu diesem Schluss kommt eine Befragung der Kantone im Auftrag des BAG. Wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen haben die Massnahmen der Nationalen Strategie Palliative Care 2010–2015 und der Plattform Palliative Care. Die Palliative Care hat zum Ziel, die verbleibende Lebenszeit schwer kranker Menschen, die keine Aussicht auf Heilung haben, möglichst gut zu gestalten.

Laut einer ersten Erhebung der Fachgesellschaft palliative ch waren im Jahr 2008 erst rund 200 Betten in spezialisierten Palliativstationen und -kliniken vorhanden. Das Angebot präsentierte sich zu diesem Zeitpunkt noch sehr heterogen. Zudem existierte noch keine einheitliche Definition, was eine Palliativstation ist. Mit der Nationalen Strategie 2010-2015 wurde dazu die Basis gelegt. Die Befragung der Kantone ergab 2018, dass inzwischen schon rund 500 Betten in spezialisierten Palliativstationen zur Verfügung stehen. Die Bettenzahl hat sich in den letzten zehn Jahren demnach mehr als verdoppelt. Bestehenden Palliativstationen wurden ausgebaut und neue Palliativstationen kamen dazu.

Verbessert hat sich inzwischen auch die rechtliche und konzeptuelle Verankerung von Palliative Care in den Kantonen: Laut der Befragung verfügten Ende 2018 25 Kantone über rechtliche Grundlagen zur Förderung von Palliative Care. 21 Kantone verfügten 2018 über ein Konzept oder eine Strategie zu Palliative Care. In zwei weiteren Kantonen befanden sie sich in Vorbereitung. Verglichen mit der ersten Kantonsbefragung von 2011 sind dies mehr als doppelt so viele.

Die grösste Lücke besteht gegenwärtig noch bei der spezialisierten Palliative-Care-Versorgung in der Langzeitpflege: 17 von 24 Kantone (71 Prozent) beurteilen in der Befragung das Angebot in der spezialisierten Langzeitversorgung als zu klein oder viel zu klein ein. Als grösstes Hindernis wurde dabei die Finanzierung genannt.

Die Resultate der Befragung fliessen nun ein  in den Bericht zum Postulat 18.3384 «Bessere Betreuung und Behandlung von Menschen am Lebensende».

Der Bericht «Stand und Umsetzung von Palliative Care in den Kantonen» präsentiert den aktuellen Stand und die Umsetzung von Palliative Care in den Kantonen. Als Informationsquelle für diesen Bericht diente eine elektronische Befragung bei den Kantonen und Regionalsektionen von palliative ch. Resultate liegen für sämtliche Kantone und für 13 der 14 Regionalsektionen vor. Der Bericht wurde durch das Büro BASS im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit BAG erstellt.

Liechti Lena und Kilian Künzi (2019): Stand und Umsetzung von Palliative Care in den Kantonen, im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit, Bern: Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS

Quelle:

https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/das-bag/aktuell/news/news-26-04-2019.html

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